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Fischlexikon
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FISCHEREIFAHRZEUGE
In den letzten 100 Jahren seit der Gründung des Fischereihafens Bremerhaven haben sich die von der Fischwirtschaft genutzten Fischereifahrzeuge grundlegend verändert. fischmarkt-bremerhaven.de zeigt die wichtigsten Phasen dieses Veränderungsprozesses.
 
Der erste deutsche Fischdampfer: FD Sagitta
1884 ließ der Geestemünder Fischhändler Friedrich Busse auf der Werft von F.W. Wencke in Bremerhaven einen ersten deutschen Fischdampfer bauen. Das nur 148 BRT große Schiff lief am 7. Februar 1885 zu seiner ersten, nur wenige Tage dauernden Fangreise in die Nordsee aus. Spätere Reisen führten bis in die isländischen Gewässer, in denen das Schiff im April 1901 auch verloren ging. Mit der Sagitta begann eine wechselvolle Geschichte deutscher Hochseefischerei, die - neben anderen Aspekten - auch in hohem Maße durch die Weiterentwicklung der Fischereifahrzeuge geprägt wurde.

[FD Sagitta]

 


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Weiterentwicklungen nach der Jahrhundertwende:
Maierform Fischdampfer
Für die Erschließung immer weiter entfernt liegender Fangplätze war die Verbesserung der Seetauglichkeit der Fischdampfer die wichtigste Voraussetzung. Nachdem geschlossene Ruderhäuser, Überbauungen du leistungsfähigere Maschinenanlagen schon vor dem I. Weltkrieg zum Standard gehörten, erbrachte die ab 1928 eingesetzte sogenannte Maierform der Rümpfe eine entscheidende Verbesserung des Seeverhaltens.

 


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Alliierte Regelungen nach dem II. Weltkrieg:
Einheitsdampfer
Fischdampfer waren die ersten Seefahrzeuge, die nach dem II. Weltkrieg wieder in Deutschland gebaut werden durften. Bestimmungen der Besatzungsmächte begrenzten ihre Größe und Ausstattung. Die maximal 400 BRT großen Schiffe bilden jedoch die Basis für den Wiederaufbau der Fischerei und der Fischereihäfen in Deutschland.

[FD Düsseldorf]

 


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Die letzten Seitenfänger:
Die Augsburg-Klasse
Als Ende der 50er Jahre die letzte Serie von Seitenfängern für bundesdeutsche Reedereien entwickelt wurde, war die Ära dieser Schiffe durch die ersten in England gebauten Heckfänger bereits nahezu abgeschlossen. Die Augsburg-Klasse repräsentiert jedoch den Schlusspunkt einer Entwicklung, die 1885 mit der Sagitta begann und über fast 70 Jahre die deutsche Hochseefischerei bestimmte.

[Augsburg]

 


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Ein neues Fangsystem: Heckfänger
Das vom Walfang übernommene System der Heckfänger revolutionierte Ende der 50er Jahre die Hochseefischerei; Die gefahrvolle Arbeit an Bord von Fischereifahrzeugen wurde erheblich erleichtert; die geänderte Raumaufteilung ermöglichte den Einbau von Verarbeitungs- und Tiefkühlanlagen. Die neuen Schiffe erlaubten erstmals die Befischung von Fangplätzen außerhalb der klassischen Regionen im Nordost-Atlantik.

[FMS Heinrich Meins]

 


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Die 3. Generation von Fischereifahrzeugen:
Fangfabrikschiffe
Fangfabrikschiffe mit mehr als 3000 BRT stellten in den 70er Jahren die letzte Entwicklungsstufe der klassischen Fahrzeuge der Hochseefischerei dar. Die für den weltweiten Einsatz ausgelegten Schiffe verarbeiteten die gesamten Fänge an Bord zu Tiefkühlplatten als Grundstoff für die moderne Tiefkühlindustrie. Durch die vermehrte Nationalisierung der Fangplätze wurden sie jedoch innerhalb von kurzer Zeit immer schwieriger effektiv einsetzbar. Die Fischindustrie verlagerte sich auf den Import der Rohware Fisch, die zuvor von den Flotten der Uferstaaten gefangen wurde.

[Bremen]

 


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