| SEENOTRETTUNG |
56 Grad 36,02 Minuten Nord / 12 Grad 22,00 Minuten Ost: Fischtrawler
in Not... hoher Seegang... Mann über Bord!
Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Not von Schiffbrüchigen
– nicht nur an Deutschlands Küsten – als ein schicksalhaftes Phänomen
gesehen, hieß es nicht selten noch: "Gott segne unseren Strand".
SAR Frühjahrsübung
Am 29. Mai 1865 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen und hat sich in den folgenden
Jahrzehnten zu einem der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt
entwickelt. Seitdem haben die freiwilligen Rettungsmänner und -Frauen
67 288 Menschen aus Seenot gerettet oder aus lebensbedrohender Gefahr
befreit. Jährlich werden etwa 2500 Einsätze gefahren.
Der Schirmherr der DGzRS, Dr. Richard von Weizsäcker, bezeichnete
1985 die Arbeit des Seenotrettungswerks als eine Verbindung von Bürgersinn
und Bürgermut.
Die DGzRS ist für den maritimen Such- und Rettungsdienst (SAR: Search
and Rescue) im Seenotfall zuständig.
Oberer Fahrstand
Die Einsatzzentrale für alle Maßnahmen im maritimen SAR-Dienst der
Bundesrepublik ist die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC BREMEN: Maritime
Rescue Co-ordination Centre).
Zur Erfüllung der Aufgaben unterhält die DGzRS auf 54 Stationen eine
Rettungsflotte von sechzig leistungsfähigen Einheiten, vom kleinen
Seenotrettungsboot bis zum 44-m-Seenotkreuzer, auf denen rund 700
freiwillige sowie 185 fest angestellte Besatzungsmitglieder ihren
Dienst tun.
Heute werden die Einsatzfahrzeuge der DGzRS auch bei Wassersport-
und anderen maritimen Veranstaltungen zur Sicherung hinzugezogen.
Rettungseinsatz
Da sich die Technik auf dem neusten Stand befindet, diese auch gewartet
werden muss und die Retter permanent geschult werden sowie Übungen
absolvieren, ist die DGzRS immer auf Spenden angewiesen. Nur so ist
gewährleistet, dass auch in Zukunft Menschen aus bedrohlichen Situationen
auf See gerettet werden können.
Seenotrettungsboot Arthur Menge
Wenn Sie mehr über die DGzRS erfahren möchten und einen tieferen Einblick
in die Rettungsarbeiten gewinnen möchten, besuchen Sie doch die Internetseite
der DGzRS unter www.dgzrs.de. Dort können Sie sich auch die vollständige
Bildgalerie ansehen, Videos zu Einsätzen downloaden, Streifzüge durch
die Geschichte machen und Sie erhalten detaillierte Informationen
zu den Spende- und Fördermöglichkeiten.
Fotos: Peter Neumann |
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