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URZEITFISCHE

Die ersten Fische (Martin Knust)

Jeder kennt sie, jeder kauft sie, jeder isst und bewundert sie, überall in Wassernähe kann man sie sehen: Fische. Jeder weiß, wie sie aussehen, doch woher stammen unsere Fische, die wir heute kennen. Alles begann bereits vor langer Zeit.

Nach dem Urknall. Die Erde ist keineswegs lebensfreundlich. Die Erde ist aufgeheizt. Überall wo man hinschaut Lava und Gestein. Mehr als das konnte es vor noch 4.000 Millionen Jahren nicht geben. Nur langsam kühlte sich die Oberfläche der Erde ab. Es entstand ein tropisches, lebensfreundliches Klima. Durch jahrtausendelange und ununterbrochene Gewitter entstanden Meere. Die Erde wurde das, was wir heute noch an ihr sehen. Sie überzog sich mit einer steinernen Kruste. Den irdische Boden, wie wir ihn heute kennen, gab es nun, doch die ersten Lebewesen entstanden nicht auf dem Land, sondern im Meer. Auch wenn es Unterwasser schon Leben gab, so war das Land noch nicht geschaffen für Lebewesen. Sauerstoff gab es noch nicht. Schuld daran war die Sonne. Sie hat zu Urzeiten eine tödliche Strahlung abgegeben. In den ersten Meeren konnten sich dennoch Mikroorganismen - Einzeller und Bakterien entwickeln. Wäre dies nicht geschehen, so hätte die Entwicklung des Lebens auf der Erde einen ganz anderen Verlauf genommen. Die Mikroorganismen stellten das heute als Pflanzenfarbstoff bekannte Chlorophyll her. CO2 konnte sich damit in Sauerstoff umwandeln. Dieser neu entstandene Sauerstoff machte nun ein Leben auf der Erde möglich. Vor ca. 600 Millionen Jahren entstanden durch den Zusammenschluss von Einzellern erste Meerestiere.

Vor ca. 550 Millionen Jahren war es dann soweit: Erste Fische entstanden in den neuen Weltmeeren. Der älteste, bekannte Fisch ist das Lanzettfischchen. Ein kleiner aalartiger Fische, mit einer pfeilartigen Schwanzflosse und Fühlern an der Kopfseite. Doch der erste Fisch, der dem für uns typischen Aussehen eines Fisches nahe kommt und auch den bekannten Körperbau besitzt, ist der Arandaspis. Er atmete bereits durch Kiemen, war bis zu 13 cm lang und bewegte sich mit seinem brettartigen Schweif fort. Ein wichtiges Werkzeug fehlte ihm aber noch: Zähne zum Jagen. Er konnte nur im Wasser schwimmende Lebewesen schlucken, aber nicht kauen oder beißen. Die Evolution richtete diesen Fehler. Ein Fisch wie der Acanthodes besaß zwar keine Flosse, sondern nur einen Schweif, dennoch konnte er blitzschnell jagen. Dabei halfen ihm seine großen Augen und seine Zähne.

Erst vor rund vor 380 Mio. Jahren entstanden zwei neue Arten von Fischen: Haie und Rochen. Aus ihnen konnten sich im Laufe der Evolution die Arten von Fischen entwickeln, die wir heute kennen und auch gerne zubereiten und verzehren.

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