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WISSENWERTES


Haben Sie sich auch schon mal gefragt, woraus Korallen bestehen oder warum Lachse flussaufwärts schwimmen? Wie entstehen Ebbe und Flut, und was bewirken Algen?
Das Meer birgt einige Geheimnisse, ist Heimat für eine Vielzahl an Lebewesen und schafft selbst neues Leben. fischmarkt-bremerhaven.de versucht an dieser Stelle, Ihnen ein Paar der Rätsel des Meeres näher zu bringen.

EBBE UND FLUT

In allen Meeren der Erde und sogar in größeren Seen lässt sich das Steigen und Fallen des Wasserspiegels beobachten. Dieses Phänomen ist bekannt als Ebbe und Flut. Man spricht von den „Gezeiten“. Am Ende der Flut erreicht der Wasserspiegel seinen Höchststand (Hochwasser), am Ende der Ebbe den niedrigsten Stand (Niedrigwasser).

Durch die Gezeiten wird jedoch nicht nur die Höhenlage verändert. An der Küste strömt während der Ebbe das Wasser in Richtung offenes Meer, bei Flut Richtung Ufer. Vereinzelt erreichen diese so genanten Gezeitenströme eine Geschwindigkeit von über 10 km/h (etwa 5 Seemeilen) und nehmen damit Einfluss auf die Schifffahrt und Küstenlandschaften.

An der Nordseeküste steigt der Pegel bis zu 4 Meter
An der Nordseeküste steigt der Pegel bis zu 4 Meter

Alle 12 Stunden 25 Minuten ist der Wasserstand in etwa gleich. Mit jedem Tag verschiebt sich damit der jeweilige Eintritt von Ebbe bzw. Flut um 50 Minuten. Diese Differenz entspricht der Differenz der Mond-Umlaufzeit um die Erde (24 h 50 min.) Etwa alle 6 Stunden nach dem ersten Niedrigwasser erreicht der Wasserspiegel seinen Höchststand (Genau: 6h 12 min. 30 sek.)

EINFLUSS VON MOND UND SONNE

Der Mond übt durch seine Masse eine Gravitationskraft auf die Erde aus. Das „bewegliche“ Wasser wird nun vom Mond angezogen. Doch nicht nur dort entstehen Wellenberge sondern auch auf der mondabgewandten Seite. Dies ist dadurch zu erklären, dass durch die Drehung des Erde-Mond-Systems Fliehkräfte entstehen. Der Drehpunkt des Systems liegt aufgrund der Unterschiedlichen Massen zwischen Erde und Mond innerhalb der Erde.

Auch die Sonne beeinflusst Ebbe und Flut. Doch ist durch ihre große Entfernung zur Erde die Anziehungskraft nur halb so groß wie die des Mondes. Bei Voll- und Neumond addieren sich die beiden Kräfte und es entsteht die so genannte „Springflut“. Bei Halbmond heben sich die Kräfte teilweise auf. Es herrscht „Nippflut“.
Springflut



Weitere Hinweise, Grafiken und wissenschaftlich weiter ausgeführte Hinweise erhalten Sie unter: www.bsh.de

 

Warum stehen Möwen auf einem Bein?

Möwen stehen aus zweierlei Gründen auf einem Bein. Erstens um die Beine zu entlasten (ähnlich, wie dies auch Pferde tun) und zum anderen, damit das jeweils eingezogene Bein im Gefieder gewärmt werden kann.
Tatsächlich kommt es ab und zu vor, dass die Tiere in dieser Haltung im Winter mit ihrem einen Bein festfrieren. Sie befreien sich dann, indem sie das festgefrorene Bein frei picken.


Das Meer ist blau!

Lange Sandstrände, Palmen, Kokosnüsse... und das tiefblaue Meer. Das ist zumindest eine Beschreibungsmöglichkeit des Meeres. Was ist aber mit der braunen Brühe der Nordsee oder den zahlreichen schmutzig wirkenden Flüssen?
Wie kommt es zu diesen Erscheinungen? Wasser ist doch gleich Wasser... oder?

Farben entstehen durch das Licht der Sonne, genauer gesagt durch die Lichtanteile, die von den Gegenständen auf die es trifft absorbiert bzw. reflektiert werden. Die Strahlen werden in diesem Fall an der Meeresoberfläche reflektiert. Der Anteil des Lichtes, der reflektiert wird, ergibt die Farbe des Meeres, die wir sehen. Das braune, aufgewühlte Wasser der Nordsee enthält sehr viele Schwebstoffe (kleine mineralische und organische Teilchen, die vom Wasser schwebend transportiert werden), die die Strahlen absorbieren, so dass das Meer in einer braunen Farbe erscheint. Das Wasser des Mittelmeeres enthält dagegen kaum Schwebstoffe, es kommt zu keiner Beeinträchtigung. Das Licht kann „ungehindert“ auf winzig kleine Meeresalgen treffen, deren unterschiedliche Konzentration hauptsächlich für die Farbe verantwortlich ist.
Dieses Phytoplankton (Nahrungsgrundlage aller Lebewesen im Meer) ist immer dann relativ hoch konzentriert, wenn das Meer einen grünen Schimmer hat.
Erscheint es eher bläulich, so ist eine geringere Menge Phytoplankton vorhanden.