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LITERATURTIPS
Die Auswahl an Literatur über Fischfang und das Leben auf See und an den Küsten ist riesig. Hier einige Tips für Leseratten:

Haie und kleine Fische
Ein sehr authentisch wirkendes Buch über den Zweiten Weltkrieg. Wolfgang Ott schildert die Geschichte einer großen Freundschaft in Form von vier Rekruten, die sich zu Kriegsbeginn freiwillig zur Kriegsmarine melden, um ihren Mut unter Beweis zu stellen. Doch schnell scheitert diese Freundschaft an der Grausamkeit des Seekrieges.
Das Buch stellt nicht die üblichen heroischen letzten Worte der Kriegshelden dar. Vergeblich sucht man nach den erwartungsvoll-gläsernen Augen, wenn es darum geht, fürs Vaterland zu sterben. Ott stellt die andere Seite, die beklemmende, düstere und tragische Seite des Lebens an Bord während des Krieges - den Kampf ums Überleben dar. Selbst der Tod der Kameraden ist dabei nur erschreckend kurz von Bedeutung.
Die Beschreibung des dienstfreien Lebens ist seltsam amüsant geschrieben und bildet einen Kontrast zu den Schilderungen der Gräuel.
Der Roman diente als Vorlage zum 1957 erschienen gleichnamigen Film von Frank Wisbar. Fazit: Ein Meisterwerk!

Der letzte deutsche Seitentrawler
(Anja Benscheidt / Alfred Kube)

Tausende von Hochseefischern verloren ihr Leben bei der harten und kraftraubenden Arbeit auf den Seitentrawlern, die noch bis 1980 eingesetzt wurden. Dieses Buch zeigt beeindruckendes Fotomaterial (zum Teil bisher unveröffentlicht) vom Bordalltag, dem Fangbetrieb aber auch von der Entwicklung der Fangtechniken, der Fischdampfer sowie der Fischereihäfen. Interessant wird dieses Buch vor allem für Bremerhavener und Besucher der Seestadt vor allem dadurch, dass man das beschriebene Museumsschiff "Gera" im Fischereihafen besuchen kann.

Schifffahrtsmuseen
(Kristiane Müller-Urban / Eberhard Urban)

Es handelt sich hier um einen "Reiseführer" für alle maritim Interessierten. Darin finden sich Schifffahrtsmuseen, Museums- und Traditionsschiffe, Museen mit Schifffahrtsabteilungen sowie Vereine und Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Broschur ist 200 Seiten lang, reich bebildert und enthält neben den Anschriften und Öffnungszeiten der Museen auch Hinweise zu Führungen, Eintrittspreisen und Restauration. Zusätzlich sind die kompletten Anschriften der ortsansässigen Touristen-Information inkl. der Internetangaben enthalten.

Das Gewicht des Wassers (Anita Shreve)

Dieser Roman erzählt zwei parallel laufende Handlungsstränge, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Auf der einen Seite handelt es sich um einen Krimi, auf der anderen um ein erotisches Beziehungsdrama an Bord eines Segelschiffes. Um den 100 Jahre zurückliegenden Mord an zwei Norwegerinnen zu recherchieren, begibt sich die Reporterin Jean an die Küste Neuenglands. Während ihrer Nachforschungen unternimmt Jean einen Segeltörn, bei dem Sie ihr Mann, ihr Schwager und dessen Freundin begleiten. An Bord kommt es zu Spannungen und am Ende zu einer unvorhergesehenen Katastrophe. Fazit: In jeder Beziehung aufregend.

Im Land der Moore und Deiche.

Ausflüge links und rechts der Weser. Ein Reise- und Lesebuch. (Edition Temmen)

Wer dachte, er wüsste schon alles über Bremen und Umgebung, den wird dieses Buch sicherlich überraschen. Neben zahlreichen Bildern und vielen Detailbeschreibungen besticht das Taschenbuch vor allem durch seine Funktion als 'Reiseführer'. Denn gerade weil es nicht im klassischen Stil eines Reiseführers geschrieben ist, bekommt man direkt Lust, diese Region selbst zu entdecken. Fazit: Lesen - und dann nichts wie hin.

Die Bar auf dem Meeresgrund. Unterwassergeschichten (Stefano Benni)
Bereits der Titel weist den Leser darauf hin, dass es sich hier um eine fantasievolle und kurzweilige Lektüre handelt. Diese ist zwar nicht von Douglas Adams geschrieben, aber ebenso lustig, überdreht und herrlich unsinnig, wie die "Anhalter aus der Galaxis" Serie. Ein junger Mann betritt eine Bar unter Wasser. Kuriose Gestalten erzählen ihm dort ihre absurden Geschichten. Zwei Freunde, die um ein Fahrrad streiten und dabei deftige Verdauungsprobleme bekommen, oder Vladimir, der vor lauter Liebe einem Herzanfall erliegt - die Geschichten fesseln den Leser mit zahlreichen Überraschungseffekten, viel Humor und einer ordentlichen Prise Ironie.

Im Schatten des Pols - Auf Shackletons Spuren im härtesten Meer der Welt (Arved Fuchs)
"Im eisigen Weddelmeer der gnadenlosen Antarktis schwimmt einsam ein winzig kleines Boot." So beginnt der Klappentext eines Buches, dass eine der außergewöhnlichsten Abenteuerreisen der Neuzeit schildert. In der originalgetreuen Nachbildung eines Rettungsbootes, mit dem schon 1916 Sir Ernest Shackleton in einem dramatischen Törn alle 27 Mitglieder seiner Expedition retten konnte, fuhren Arved Fuchs und sein dreiköpfiges Team die historische Route nach und gerieten dabei selbst in bedrohliche Situationen. Das Buch ist wie ein Roman geschrieben, der jedoch aufgrund seiner Authentizität wesentlich aufregender wirkt. Arved Fuchs erlangte durch seine beeindruckenden Fernsehdokumentationen internationale Bekanntheit und veröffentlichte zahlreiche Bücher über seine Expeditionen.

100 Jahre Kaiserdock 1 (1899-1999)
Der Bildband '100 Jahre Kaiserdock 1' zeigt auf 93 Seiten eine interessante Sammlung von Abbildungen historischer und moderner Schiffe, die zu Werftarbeiten ins Kaiserdock kamen. Ein Textteil berschreibt die Geschichte des Docks während der vergangenen 100 Jahre. Am Ende des Buches gibt es einen zusätzlichen Teil zur Technik der Pumpenanlage mit interessanten Details über die Funktionsweise dieser Mechanik. Die Texte und Bildunterschriften stammen unter anderem von Dirk J. Peters, einem Wissenschaftler des Deutschen Schiffahrtsmuseums und von Dieter Haake, dem ehemaligen Geschäftsführer der Lloydwerft. Die zum Teil brillianten Aufnahmen und der informative Text machen machen neugierig auf einen Besuch der Originalschauplätze in Bremerhaven.

Im Würgegriff des Schwarzen Frostes (Hans Petersen)
Autor Hans Petersen hat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Geschichte der deutschen Hochseefischerei 14 Episodengeschichten zusammengetragen, die allesamt spannend und informativ geschrieben, gründlich recherchiert und dabei trotzdem sehr unterhaltsam sind. Gerade diese Kombination macht das Buch so außerordentlich interessant. Mögen die Geschichten auch wie Seemannsgarn klingen, so haben sie doch tatsächlich stattgefunden. Es ist ein Buch für jeden, der sich auch nur im Entferntesten für die Fischerei interessiert, aber auch für denjenigen, der einfach gerne gut geschriebene Erlebnisberichte liest. Besser kann man ein Thema, wie dieses kaum in Szene setzen.

Fisch und Meeresfrüchte für Genießer. (Norbert Frank)
Die mehr als 200 Rezepte dieses Buches bieten viele neue Ideen und Zubereitungsvarianten, auch für die bekannten Fischsorten, von der Suppe bis zum gefüllten Fisch. Die Anleitungen sind praxiserprobt und leicht nachzukochen. Gekocht, gedämpft, gebraten oder gegrillt: Fisch und Meeresfrüchte schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund durch ihren Reichtum an Eiweiß und den geringen Fettanteil.

Der Sturm.
Die letzte Fahrt der Andrea Gail. (Sebastian Junger)
Im Oktober 1991 versank der Fischtrawler Andrea Gail mit sechs Besatzungsmitgliedern während eines schweren Sturms vor der kanadischen Küste. Anhand von Augenzeugenberichten, Funkmitschnitten, Berichten und Materialien zu ähnlichen Ereignissen rekonstruiert der Autor das Unglück. Dabei verknüpft er das Schicksal der Seeleute und ihren aussichtslosen Kampf gegen die Naturgewalten mit Hintergrundinformationen zur Geschichte der Fischerei und zur Wissenschaft der Sturmvorhersage.

Der alte Mann und das Meer (Ernest Hemmingway)
Ein alter Fischer fährt seit Monaten, von einem Jungen begleitet, aufs Meer hinaus, ohne auch nur einen Fisch zu fangen. In seiner Verzweiflung entschließt er sich, noch einen Versuch zu wagen und fährt allein hinaus. Dabei fängt er den größten Schwertfisch seines Lebens. Doch die Heimfahrt wird zur Tragödie. Haie attackieren die Beute des Fischers. Am Ende eines langen, vergeblichen Kampfes bleibt von dem Schwertfisch nur der von Haien zerrissene, wertlose Kadaver. Der Roman ist eine Geschichte über den ewigen Kampf des Menschen gegen die Natur.

Corellis Mandoline (Louis de Bernieres)
Die griechische Insel Kephallonia im Ionischen Meer zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Die schöne Palagia steht plötzlich zwischen zwei Männern: dem jungen Fischer Mandras, der sich den Partisanen anschließt, und dem Kommandeur der italienischen Besatzungstruppen Antonio Corelli, der die Frauen und die Musik inniger liebt als den militärischen Drill. Bernieres ergreifender und mitreißender Roman vereint Spannung und Emotion vor historischem und philosophischem Hintergrund.

Meereswunden (Peter Landesman)
1941. Bei schlechter Sicht startet das Ausflugboot Raven mit 36 Menschen an Bord zu einem Picknick auf See und kehrt nicht zurück. In der Folgezeit werden nur die Leichen der ertrunkenen Frauen und Mädchen gefunden - einzige Ausnahme: die nackt an ein Faß gebundene Leiche des Kapitäns. Ezra - der als Kind bei der Bergung der Leichen geholfen hatte, verfolgen die mysteriösen Ereignisse noch Jahre später. Um seinen Alpträumen zu entfliehen, versucht er, das Rätsel der verschwundenen Männer zu lösen.

Moby Dick (Herman Melville)
Vor Jahren zerfetzte ein gewaltiger Wal - Moby Dick - ein Bein des Kapitän Ahab, der seitdem nur noch einen Gedanken kennt: Vergeltung. Besessen von diesem Ziel ist Ahab bereit, alles zu opfern: sein neues Schiff, seine Mannschaft und sein eigenes Leben. Neben der spannenden Abenteuergeschichte und der Auseinandersetzung mit der Zerrissenheit der menschlichen Seele beschreibt Melville in diesem Roman auch mit großer Präzision die Biologie der Wale und die damaligen Methoden des Walfangs.

Weit wie das Meer (Nicholas Sparks)
Theresa Osborne verbringt ihren Sommerurlaub in Cape Cod an der amerikanischen Ostküste. Beim Jogging an der Cape Cod Bay findet sie eines Morgens eine Flaschenpost, darin ein romantischer Liebesbrief. Theresa beschließt, den sensiblen Flaschenpostschreiber zu suchen - und sie findet ihn: in einer kleinen Hafenstadt, wo er an seinem Segelboot bastelt. Eine stürmische Romanze beginnt.

Die Entdeckung der Langsamkeit (Sten Nadolny)
Vordergründig schildert das Buch das Leben des Seefahrers John Franklin, des Entdeckers der Nordwest-Passage. Doch die Darstellung dieser historischen Figur dient nur als Vehikel für eine faszinierende Auseinandersetzung mit dem Empfinden der Zeit: Der Leser wird zu einer extrem verlangsamten Sicht der Dinge verleitet und in eine fremde Gedankenwelt entführt.

Wellenbrecher (Minette Walters)
An einem einsamen Strand an der Südküste Englands spülen die Wellen die Leiche von Kate Sumner an Land. Stunden später wird ihre dreijährige Tochter Hannah aufgefunden: Das Kind irrt verlassen durch die Straßen des Seebades Poole. Und schon bald ist eines klar: der Tod der jungen Frau kann kein Unfall gewesen sein. Der Verdacht der Polizei fällt zunächst auf einen Schauspieler, dessen Boot unweit der Stelle ankerte, an der das Kind gefunden wurde. Aber dann gerät auch Kates Ehemann ins Visier der Ermittler: War er in der Nacht ihres Todes wirklich in Liverpool, wie er behauptet? Und warum gerät seine Tochter in Panik, sobald er sich ihr nur nähert?

Das Goldschiff. Die größte Schatzsuche des 20. Jahrhunderts. (Gary Kinder)
1857 - die Zeit des amerikanischen Goldrauschs. 200 Meilen vor der Küste von South Carolina gerät die SS Central America in einen der schwersten Hurrikane des Jahrhunderts und sinkt; an Bord befinden sich eine große Anzahl von Goldgräbern mit ihrem schwer verdienten Vermögen: 21 Tonnen Gold. - 1985 macht sich der junge Ingenieur Tommy Thompson auf die Suche nach dem Wrack und wird schließlich in 1000 Metern fündig. Das Buch ist mehr als ein Abenteuerroman. Kinder schildert die Realisierung eines schwierigen Projekts, den Weg, eine scheinbar aussichtslose Idee mit einer klaren Strategie und langem Atem zum Erfolg zu führen.

Die Boote fahren nicht mehr aus (Tomas O'Crohan)
Dieser Bericht, der eigentlich eine poetische Schilderung ist, gilt mittlerweile als eines der wichtigsten Werke der gälischen Literatur. Für Irland-Begeisterte ist er gar zum 'Kultbuch' geworden. Tomas O'Crohan (1857-1937), der Bauer und Fischer von der Großen Blasket-Insel am äußersten Westrand Irlands, erzählt von tollkühnen Meeresfahrten und Jagden, von Festen mit Spiel und Trunk, von bitterem Hunger, wenn der Fischfang mißglückt ... 'Leute wie uns wird es nie mehr geben.'

Vom Alex zum Eismeer. Erinnerungen an die Hochseefischerei der DDR. (Heinz Adler)
Die Hochseefischerei der DDR ist spätestens seit dem Zusammenbruch des Sozialismus ein weitgehend abgeschlossenes Kapitel deutscher Seefahrtsgeschichte. Zeit für einen Rückblick. Der ehemalige Rostocker Fischereikapitän Heinz Adler schildert auf fast 400 Seiten in vielen Details und in verständlicher Sprache seine Erinnerungen an die Hochseefischerei im östlichen Teil Deutschlands. Dabei werden unter dem unterschwellig allgegenwärtigen Einfluß des politischen Systems Probleme und Widersprüche deutlich, die das 'Anderssein' der ostdeutschen Hochseefischerei verdeutlichen und zu verstehen helfen.

Die 100 besten Tipps - Mein Aquarium
(Thomas Püttjer, Gisela Schreiber)
In diesem Buch findet man alle wichtigen Informationen über die stillen Freunde des Menschen und sämtliche Tipps, die man zur Gestaltung schöner Aquarien benötigt. Der reich bebilderte Ratgeber gibt Basisinformationen zur Auswahl des richtigen Aquariums für den jeweiligen Standort, zur Bepflanzung, zum Kostenrahmen und natürlich auch zur Auswahl der gewünschten Fische. Ferner erfährt der künftige Aquarienbesitzer auch, welcher Pflegeaufwand auf ihn zukommt. Vom Neuanlegen eines Aquariums bis zum einfachen Umgestalten werden jede Menge Tipps gegeben, mit denen sich häufig vorkommende Fehler vermeiden lassen.
Zu vorne sagt man Bug

Dieses Buch ist ein Sammelwerk der ganz besonders lustigen Art. Kein Lexikon, keine Enzyklopädie im herkömmlichen Sinne und dennoch irgendwie als Nachschlagewerk zu gebrauchen. Es handelt sich um eine Sammlung von „Schulaufsätzen von Emil Dunekake“.
John Moritzen ist der geistige Vater von Emil Dunekake und somit für die Schulaufsätze verantwortlich. Diese Aufsätze - in Schreibschrift niedergeschrieben - Schildern den Alltag auf See und die wichtigsten Stationen im Leben eines Schiffes aus der naiven (und damit selbst für Landratten verständlichen) Sicht eines jungen Schülers. Dabei kommen natürlich auch Stilblüten nicht zu kurz. Die Christliche Seefahrt, Moses, die wichtigsten Beteiligten an Bord eines Schiffes, einfach alles, was mit Schifffahrt zu tun hat wird gnadenlos durch den Kakao gezogen. Illustriert und zusammengetragen wurden die herrlich- erfrischenden Geschichten von Volker Ernsting.
Dieses Buch ist kurzweilig, lustig, bunt und besitzt sogar einen Anhang mit den wichtigsten „Fremdwörter-Übersetzungen“ und ist damit ein absolutes Muss für jeden „shiplover“.


 

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